6 Dinge, die du über den Aktienmarkt wissen solltest

by Finploris
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Dieses Jahr ist für Anleger ein Wechselbad der Gefühle. Hier sind ein paar Dinge zu beachten…

Bärenmärkte können eine Weile andauern.

Die klassische Definition eines Bärenmarktes ist ein Rückgang von 20 % oder mehr vom Höchststand bis zum Tiefststand. Um einen Bärenmarkt zu verlassen, müssen die Aktien zu ihren früheren Höchstständen zurückkehren und diese Gewinne für einen angemessenen Zeitraum halten.

Das ist bisher nicht geschehen.

Im Oktober hatte der S&P 500 rund 25 % von seinem Höchststand, der im Januar vor 9 Monaten erreicht wurde, verloren.

Und die Vergangenheit zeigt, dass die Talfahrt weitergehen kann.

Im Durchschnitt dauern S&P 500-Bärenmärkte 19 Monate, mit einem Rückgang der Aktienkurse vom Höchststand bis zum Tiefststand von 38 %.

Bärenmärkte sind in Rezessionen am schlimmsten.

In einer Rezession schrumpft die Wirtschaft in mindestens zwei aufeinanderfolgenden Quartalen.

Ob sich die USA in einer Rezession befinden muss noch ermittelt werden – die offizielle Feststellung wird vom National Bureau of Economic Research (NBER) getroffen.

In der Zwischenzeit hat sich die Wall Street weitgehend von der Idee einer “sanften Landung” verabschiedet, bei der die Zinssätze steigen, ohne dass die Wirtschaft in eine Rezession gerät.

Man beachte, dass es in 13 Zinserhöhungszyklen der Fed seit 1954 nur 4 weiche Landungen gegeben hat.

Der S&P 500 hat 25 Bärenmärkte durchlaufen, von denen 14 in eine Rezession mündeten. Im Durchschnitt waren diese Bärenmärkte von stärkeren Rückgängen geprägt und dauerten tendenziell länger.

Einer der Gründe dafür. Ein steilerer Rückgang der Unternehmensgewinne.

Stocks don’t typically bottom until interest rates go down.

In den 6 vorangegangenen Bärenmärkten erreichten Aktien dann ihren Tiefpunkt, wenn es zu einem Wendepunkt der Zinssätze kam.

Gegenwärtig wird der Höchststand der Zinssätze nicht vor April 2023 erwartet.

Aktien erholen sich in der Regel, wenn die Inflation ihren Höhepunkt erreicht.

Dies steht natürlich im Zusammenhang mit der vorangegangenen Erläuterung zu den Zinssätzen, denn die Zinssätze steigen um die Inflation zu bekämpfen.

Es ist noch nicht klar, ob die Inflation ihren Höhepunkt erreicht hat. Wenn dies jedoch der Fall ist, ist dies in der Regel die Grundlage für eine positive Aktienentwicklung in den nächsten 12 Monaten.

Zyklen, die bis ins Jahr 1929 zurückreichen zeigen in mindestens 11 von 15 Fällen einen Anstieg der Aktienkurse in dem Jahr, das auf den Inflationshöhepunkt folgte – das entspricht fast 75 % der Fälle. Der durchschnittliche Aktienmarktanstieg in diesen Zyklen betrug 11,5 %.

Ein starker Rückgang der Aktienkurse ist oft die Voraussetzung für langfristige Gewinne.

Wie bereits erwähnt, ist der S&P 500 in den ersten drei Quartalen des Jahres um 25 % gesunken.

Ein Blick auf 7 ähnliche Situationen, die bis ins Jahr 1961 zurückreichen zeigt, dass große Rückgänge

in der Regel die Voraussetzungen für kräftige, langfristige Kurserholungen darstellen.

Im Durchschnitt lagen die Renditen über 3, 5 und 10 Jahre bei 37 %, 83 % bzw. 214 %.

Es ist schwer den Markt zu timen. Und der Versuch es zu tun, kann schmerzhaft sein.

Wenn du einmal aus dem Markt ausgestiegen bist, ist der schwierigste Teil zu wissen, wann du wieder einsteigen solltest. So auch in der vergangenen Woche: Nachdem die Aktien den schlechtesten September seit zwei Jahrzehnten erlebt hatten, kamen sie in den ersten Oktobertagen mit großen Schwung zurück.

Jetzt versuche einmal, diese verpassten Erholungen im Laufe eines Jahres oder gar eines Jahrzehnts zusammenzurechnen. Historisch gesehen hat dies zu einer Underperformance geführt.

Hier ist ein noch extremeres Beispiel…

Seit 1930 ist der S&P 500 um mehr als 17.000 % gestiegen. Wenn du die 10 besten Tage in jedem Jahrzehnt seither verpasst hättest, wäre die Rendite auf weniger als 30 % gefallen.

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