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Wie man mit dem Investieren beginnt: Ein Leitfaden

by Finploris
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Um mit dem Investieren zu beginnen, wählst du am besten eine Strategie aus, die für dein Budget, deinen zeitlichen Rahmen und für dein persönliches Chance-/Risikoprofil gut geeignet ist.

Denn Miete, Stromrechnungen, Schulden und Lebensmittel scheinen häufig alles zu sein, was man sich leisten kann, wenn man beispielsweise gerade erst mit dem Berufsleben begonnen hat. Aber sobald du diese monatlichen Ausgaben im Griff hast (und zumindest ein wenig Geld für den Notfall beiseite gelegt hast), ist es an der Zeit, mit dem Investieren zu beginnen. Der knifflige Teil besteht darin, herauszufinden, in was du investieren solltest – und wie viel.

Als Neuling in der Welt des Investierens wirst du eine Menge Fragen haben, nicht zuletzt die folgenden: Wie fange ich an, und was sind die besten Anlagestrategien? Mein Leitfaden beantwortet dir diese Fragen und viele mehr.
Hier erfährst du, was du wissen solltest, um mit dem Investieren zu beginnen.

Beginne so früh wie möglich mit dem Investieren

In jungen Jahren mit dem Investieren zu beginnen ist eine der besten Möglichkeiten, gute Renditen mit deinem Geld zu erzielen. Dies ist dem Zinseszinseffekt zu verdanken, der dafür sorgt, dass deine Anlageinvestitionen ihre eigenen Renditen erwirtschaften. Aufgrund des Zinseszinseffekts wächst dein investiertes Geld im Laufe der Zeit wie ein Schneeball.

Durch den Zinseszins werden deine Investitionen im Laufe der Zeit immer größer. So wie ein Schneeball.

Wie das in der Praxis funktioniert: Angenommen, du investierst 10 Jahre lang jeden Monat 200 EUR und erzielst eine durchschnittliche jährliche Rendite von 6 %. Am Ende des 10-Jahres-Zeitraums verfügst du über 33.300 EUR. Davon sind 24.200 EUR der Investitionsbetrag, das du eingezahlt hast – die monatlich 200 EUR – und 9.100 EUR sind die Zinsen, die du auf deine Investition erhalten hast.

Natürlich wird es an der Börse Höhen und Tiefen geben, aber wenn du frühzeitig anfängst zu investieren, hast du Jahrzehnte Zeit, diese auszusetzen – das sind Jahrzehnte, in denen dein Geld mehr wird. Starte deshalb noch heute damit, auch wenn du klein anfängst.

Starte deshalb noch heute mit dem Investieren, auch wenn du klein anfängst.

Wenn du immer noch nicht von den Vorteilen des Investierens und der Kraft des Zinseszinses überzeugt bist, dann benutze einen Inflationsrechner, um zu sehen, wie ansonsten die Inflation deine Ersparnisse aufzehrst, solltest du nicht dein Geld investieren.

Lege fest wie viel du investieren möchtest

Wie viel du investieren solltest, hängt von deinem Anlageziel und davon ab, wann du deine finanzielle Ziele erreichen möchtest. Ein häufiges Anlageziel ist der Ruhestand.

Als Faustregel gilt, dass du insgesamt 10 % bis 15 % deines Einkommens pro Jahr für den Ruhestand investieren solltest.
Bei anderen Investitionszielen sollten du deinen Zeithorizont und das gewünschten Endbetrag berücksichtigen um anschließend den hierfür benötigten monatlichen oder wöchentlichen Investitionsbetrag ausrechnen zu können.

Eröffne ein Wertpapierkonto

Es ist ein weit verbreiteter Missverständnis, dass man viel Geld braucht, um ein Wertpapierkonto eröffnen und mit dem Investieren beginnen zu können. Das ist glücklicherweise so nicht richtig. (Ich habe hierzu einen Leitfaden für dich, wie du 500 Euro investieren kannst.)

Die meisten Online-Broker verlangen keine Mindestinvestition für die Eröffnung eines Kontos, und es gibt eine Vielzahl an Investitionsmöglichkeiten für relativ kleine Beträge (wir werden sie uns im Folgenden noch näher anschauen).

Diese Investitionsmöglichkeiten hast du

Es ist wichtig, jedes Instrument zu verstehen und zu wissen, wie viel Risiko es birgt. Zu den beliebtesten Anlagenmgehören.

Aktien

  • Eine Aktie ist ein Eigentumsanteil an einem Aktienunternehmen. Aktien werden auch als Anteilsscheine oder Wertpapiere bezeichnet.
  • Aktien werden zu einem Preis erworben, der je nach Unternehmen im einstelligen Bereich bis hin zu einigen tausend Euro liegen kann.

Anleihen

  • Eine Anleihe ist im Grunde genommen ein Darlehen an ein Unternehmen oder eine staatliche Einrichtung (auch Emittent genannt). Emittenten verpflichten sich, die Anleihe nach einer bestimmten Anzahl an Jahren zurückzuzahlen. In der Zwischenzeit erhält du als Gläubiger Zinsen.
  • Anleihen von Emittenten guter Bonität sind im Allgemeinen weniger riskant als Aktien, weil man genau weiß, wann man sein geliehenes Geld zurückbezahlt bekommt und wie viel man dabei verdienen wird. Allerdings erzielen Anleihen langfristig niedrigere Renditen, weshalb sie nur einen kleinen Teil eines langfristigen Anlageportfolios ausmachen sollten.

Investmentfonds

  • Ein Investmentfonds investiert in Wertpapiere verschiedener Unternehmen, die seiner Investmentstrategie entsprechen. Investmentfonds ermöglichen es Anlegern, sich die Arbeit der Auswahl einzelner Aktien und Anleihen zu ersparen und stattdessen mit einer einzigen Transaktion Anteile an unterschiedlichsten Aktienunternehmen zu erwerben. Die Diversifizierung von Investmentfonds macht sie im Allgemeinen weniger riskant als das Halten von einzelnen Aktien.
  • Einige Investmentfonds werden von Fondsmanagern verwaltet, während Indexfonds – eine Art von Investmentfonds – die Wertentwicklung eines bestimmten Aktienmarktindexes wie des S&P 500 replizieren. Da hierbei die professionelle Investitionsverwaltung entfällt, können Indexfonds niedrigere Gebühren verlangen im Vergleich zu aktiv gemanagten Investmentfonds.

ETFs

  • Wie bei einem Investmentfonds enthält ein ETF eine Vielzahl an Portfoliowerten. Der Unterschied besteht darin, dass ETFs im Laufe des Tages wie Aktien gehandelt und zu einem Anteilspreis erworben werden können.
  • Der Anteilspreis eines ETFs ist oft niedriger als der Mindestanlagebetrag in einen Investmentfonds, wodurch ETFs eine gute Option für neue Anleger mit einem geringeren Budget sind. Zudem verlangen sie geringere Gebühren.

Wähle eine Anlagestrategie, die zu dir passt

Deine Anlagestrategie sollte davon abhängen, welche Sparziele du verfolgst, wie viel Geld du zum Erreichen dieser Ziele benötigst und welcher Zeithorizont dir hierfür zur Verfügung steht.

Langer Anlagehorizont: Wenn dein Anlagehorizont mehr als 20 Jahre entfernt ist (z. B. der Ruhestand), kannst du fast dein gesamtes Geld in Aktien anlegen. Die Auswahl bestimmter Aktien macht viel Freude, ist aber zeitaufwändig. Für die meisten ist es daher am besten, in einen breit gestreuten Aktienkorb über kostengünstige Investmentfonds, Indexfonds oder ETFs zu investieren.

Kurzer Anlagehorizont: Wenn du stattdessen für ein kurzfristiges Ziel sparst und das Geld innerhalb von fünf Jahren brauchst, solltest du dein Geld aufgrund des mit Aktien verbundenen Risikos lieber auf einem Online-Sparkonto oder in einem risikoarmen Anlageportfolio anlegen. Die besten Möglichkeiten für kurzfristiges Sparen stelle ich dir hier vor.

Robo-Advisor: Wenn du dich an dieser Stelle noch nicht entscheiden kannst, dann eröffne dein Anlagekonto über einen Robo-Advisor. Dies ist ein Anlageverwaltungsdienst, der Computeralgorithmen verwendet, um dein persönliches Anlageportfolio nach deinen Präferenzen automatisch aufzubauen und zu verwalten.

Robo-Advisors stellen Portfolios weitgehend aus kostengünstigen ETFs und Indexfonds zusammen. Da sie niedrige Gebühren und keine oder nur geringe Mindestanlagebeiträge verlangen, kannst du mit Robo-Advisors schnell mit dem Investieren beginnen. Sie erheben eine geringe Gebühr für die Portfolioverwaltung von rund 0,25 % deines Depotwertes.

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