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Japaner zahlen Milliarden für Dialog Semiconductor

by Finploris
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Der Apple-Zulieferer Dialog Semiconductor stimmte der Kaufofferte durch den japanischen Chiphersteller Renesas zu. Der Kaufpreis liegt bei fast fünf Milliarden Euro.

Nach Jahren der Zusammenarbeit bewilligte das Management des schwäbisch-britischen Halbleiterunternehmens Dialog Semiconductor die Übernahme durch Renesas Electronics. Mit einem satten Aufschlag von über 20 Prozent auf den Schlusskurs vom Freitag, entspricht der Kaufpreis 67,50 Euro pro Aktie. Damit wäre der hiesige Apple-Zulieferer mit rund 4,9 Milliarden Euro bewertet. Der Akquisition müssen noch Aktionäre und Aufsichtsbehörden zustimmen. Mit dem Vollzug wird in der zweiten Jahreshälfte gerechnet.

Neue Wachstumspläne mit der Autoindustrie

Der japanische Infineon-Konkurrent verspricht sich von der Übernahme einen Umsatzschub von rund 200 Millionen Dollar binnen fünf Jahren und Einsparungen von 125 Millionen Dollar. Das Management von Dialog Semiconductor hofft vor allem auf die Vertriebsstrukturen und die Marktmacht der Japaner. Einen ausgezeichneten Ruf erarbeitete sich Dialog mit der Entwicklung von Chips für den US-Technologieriesen Apple. Allerdings nahm dieser zusehends das Geschäft mit den iPhone-Chips selbst in die Hand. Den schrumpfenden Umsatzanteil von Apple auf 35 bis 40 Prozent bis 2022 gleicht Dialog mit der boomenden Chipnachfrage für die Autoindustrie mehr als aus. Für das vierte Quartal stellt Dialog Erlöse zwischen 436 und 441 Millionen Dollar in Aussicht, was einem Umsatzwachstum von gut 15 Prozent in Krisenzeiten entspricht.

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