5 Regeln, um Gewinner-Aktien zu finden

by Finploris
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In diesem Beitrag betrachten wir 5 Techniken, mit denen Anleger ihre analytischen Fähigkeiten verfeinern und ihre Investment-Performance verbessern können.

1. Nachhaltiger Free Cash Flow

Möchte man den Unternehmenswert anhand der zukünftigen Cash Flows berechnen, ist es offensichtlich, dass Investoren eine genaue Vorstellung der gegenwärtigen nachhaltigen Cash Flows haben sollten. Die Unternehmensbewertung der Free Cash Flows bietet eine leistungsstärkere Bewertung im Gegensatz zum simplen Kurs-Gewinn-Verhältnis, ohne eine vollständige Aufstellung einer Discounted Cash Flow (DCF) – Ableitung anfertigen zu müssen. Die Anpassungen an die Free Cash Flow – Kalkulation können bewusst einfach gehalten werden. Zwei wichtige Anpassungen sollten allerdings vorgenommen werden:

  • Fokus auf Maintenance Capital Expenditures (Capex), anstatt Growth Capex: Depreciation and Amortization bieten dazu gute Anhaltspunkte
  • Berücksichtigung der aktienbasierten Vergütung als Ausgaben: bewilligte Optionen im Vorjahr multipliziert mit dem durchschnittlichen Aktienkurs

2. Liquidität ist vorrangig

Papiere mit einem geringen Marktwert bieten für institutionelle Händler eine zu geringe Liquidität beim Handel. Um den Kurs nicht unnötig in die Höhe zu treiben, bräuchten sie Monate zum Aufbau einer Position. Auch beim Verkauf hätten sie Schwierigkeiten den Kurs nicht weiter unter Druck zu setzen. Selbst für Privatinvestoren sind kleinkapitalisierte Aktien mit Risiken verbunden. Wenn sich Unternehmen gut entwickeln, könnten ihre Kurse dennoch auf der Stelle treten, solange institutionelle Anleger nicht einsteigen.

3. Angebot ist wichtiger als Nachfrage

Analysten tendieren dazu, sich einseitig über die Wachstumsraten der Marktnachfrage Gedanken zu machen. Vergessen werden allzu oft die Seiteneffekte des unternehmenseigenen Kapazitätswachstums. Denn dieses ist gegenüber der Marktnachfrage weniger flexibel steuerbar und kann im schlimmsten Fall toxisch auf die Unternehmensmarge wirken.

4. Unternehmenskennziffer pro Mitarbeiter

Angaben zur Mitarbeiteranzahl können nützliche Einblicke in die Produktivität eines Unternehmens, und ihre Akquisitionspolitik geben. Als branchenübergreifende Vergleichsgröße können der Umsatz, Gewinn oder Free Cash Flow je Mitarbeiter wichtige Hinweise auf das Geschäftsmodell geben.

5. Unternehmensgeschichte

Die Geschichte eines Landes erlaubt ein gutes Verständnis über die Kultur und Politik. Gleiches gilt auch für die Unternehmensgeschichte, um die langfristige Entwicklung eines Geschäftsmodells besser zu verstehen. Umsätze, Gewinne und Buchwerte über eine jahrzehntelange Zeitreihe verdeutlichen eindrucksvoll die Stärken und Schwächen eines Geschäftsmodells in Krisenzeiten.

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