Linde setzt auf Wasserstoff

by Finploris
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Der weltgrößte Industriegasanbieter schlägt sich besser als erwartet in der Krise. Das Wasserstoffgeschäft soll stark ausgebaut werden.

Mit seinem Kerngeschäft, den Industriegasen, verdient Linde noch immer gutes Geld. Trotz herausfordernder Zeiten sank der Umsatz im Geschäftsjahr 2020 um nur 3 Prozent auf 27,2 Milliarden Dollar gegenüber dem Vorjahr. Das operative Ergebnis stieg um 10 Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar. Den Gewinnanstieg führt das Unternehmen auf positive Preiseffekte zurück, die die Margen verbessert hätten. Die um 2 Prozent angehobenen Preise kompensierten den um 2 Prozent niedrigeren Absatz. Für Gase im Gesundheitssektor (Sauerstoff zur Beatmung), in der Elektronikindustrie und in der Wasserstoffherstellung erwartet das Management eine stärkere Nachfrage. Die Prognose des Gewinns je Aktie schraubt der Vorstand nach oben. Angepeilt wird ein zweistelliges Wachstum. Unter dem Eindruck des Wasserstoff-Hypes wird von einem prosperierenden Wasserstoffgeschäft ausgegangen. An der Börse kamen die Zahlen gut an. Die Linde-Aktien verteuerten sich am Freitag um über 4 Prozent auf 259,41 Euro.

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