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Europäische Banken beenden Finanzierungen von Amazons Öl

by Finploris
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ING Groep NV, Credit Suisse Group AG und BNP Paribas SA werden die Handelsfinanzierungen für Ölexporte aus dem Amazonasgebiet in Ecuador stoppen. Laut Stand.earth und Amazon Watch finanzierten die drei Banken zusammen 5.5 Milliarden Dollar in den letzten 11 Jahren. Finanzinstitute unterlagen zuletzt dem Druck von Umweltschutzverbänden und den eigenen Anteilseignern, die Kreditvergaben an ihre nachhaltigen Ambitionen auszurichten. Damit teilen sie die Corporate Governance weiterer Banken wie der Bank of America, welche ihre Finanzierungen von fossilen Energieträgern in sensiblen Ökosystemen wie der Antarktis einschränkte.

Reputationsrisiken
Die Kreditvergaben wurden amerikanischen Unternehmen der Erdölbranche wie Phillips 66, Citgo und Marathon Petroleum Corp. gewährt. Mit der Finanzierung entsprechender Explorationen, Förderungen und Handelsaktivitäten gehen Finanzinstitute zusehends höhere Reputationsrisiken ein. Credit Suisse entschied daher, die Finanzierungen des Erdölexports und des Erdölhandels ecuadorianischen Erdöls zu beenden. Finanzierungen der Kohleförderung, Stromgewinnung aus Kohle sowie Öl und Gasprojekte werden eingeschränkt. Das Kommittent dem Klimawandel zu begegnen und die Biodiversität zu schützen ist Teil der Nachhaltigkeitsstrategie, wie BNP Paribas unterstreicht.

Kreditgarantien
Neben Venezuela und Brasilien besitzt Ecuador die dritthöchsten Ölreserven in Südamerika. Die Erdölexporte sind Teil vertraglicher Zusicherungen an Asien. Mit China unterliegt der Erdölexport zugleich der Absicherung von Kreditschuldgarantien. Banken wie die UBS verbieten mittlerweile Finanztransaktionen mit Öl, dessen Ursprung nicht nachweisbar ist. Von ökologischen Gründen abgesehen, überdenken europäische Kreditgeber ohnehin ihre Kreditvergaben aufgrund niedrigerer Ölpreise und hoher branchenspezifischer Insolvenzrisiken.

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