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Italiens grüne Wirtschaft

by Finploris
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Italien führt mit dem “Superbonus 110%” ein neues Steuerkonzept ein, mit dem Immobilienrenovierungen gefördert werden sollen. Oberflächlich betrachtet dient dieser technisch einfach gehaltene Ansatz dazu, die von der EU gesetzten Klimaziele zu erreichen und grüne Innovationen im Gegenzug für mehrere Milliarden Euro an Hilfsgeldern voranzubringen. Tatsächlich ist die Regierung überzeugt, dass finanzielle Anreize Immobilien energieeffizienter zu gestalten auch der beste Weg sei, die Wirtschaft inmitten der Pandemie anzukurbeln.

Steuererleichterung
Die Steuererleichterung beträgt jeweils 110% auf Investments für klimafreundliche und erdbebensichere Renovierungen. Die steuerliche Maßnahme wird bis ins Jahr 2022 verlängert und wird auf 6,5 Milliarden Euro Kosten für dieses Jahr geschätzt. Die Förderung energieeffizienter Verbesserungen an privaten Haushalten umfasst unter anderem die Anschaffung neuer Fenster, Photovoltaikanlagen oder Heizkessel.

Wirtschaftliches Wachstum
Banken unterstützen mit zusätzlichen maßgeschneiderten Krediten mehrere Millionen italienische Familien bei ihren Renovierungsmaßnahmen. Dank des grünen Steuerkonzepts wird voraussichtlich den Kosten in Höhe von 6,5 Milliarden Euro eine zusätzliche Wirtschaftsleistung von 9 Milliarden Euro gegenüberstehen. Mehr als 20.000 Jobs könnten dadurch erhalten oder neu geschaffen werden.

Neue Wege
Der italienische low-tech Ansatz könnte zugleich auch Vorbild für andere Länder sein. Schließlich bewirkt diese geringe Kostenbasis einen signifikanten ökologischen und ökonomischen Vorteil. Gebäude machen 40% des Energieverbrauchs und 36% der energiebezogenen Emissionsausstoße innerhalb der EU aus. Angesichts von 75% energieineffizienter Gebäude resultieren hieraus enorme emissionsreduzierende Vorteile und wirtschaftliche Wachstumspotentiale.

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