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Spirit AeroSystems fliegt in Hyperschall

by Finploris
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Die Auftragsbücher der Zulieferbranche für die Luftfahrtindustrie sind stark dezimiert. Vieles kam zum erliegen. Airlines parken zwischenzeitlich ihre Flotte oder mustern sie endgültig aus. Boeing und Airbus fahren ihre Produktionskapazitäten drastisch nach unten. In der gesamten Branche herrscht entsprechend große Unsicherheit.

Spirit AeroSystems wurde dabei besonders hart getroffen. Das Unternehmen liefert 70 Prozent des Flugzeugrumpfes für die 737 Max. Dies macht die 737 MAX Belieferung zu einem der größten Firmenprogramme. Der Gesamtumsatz stürzte infolge der gesamtwirtschaftlichen und der 737 MAX spezifischen Herausforderungen um mehr als 58 Prozent im 3. Quartal 2020 auf 806 Millionen Dollar ab. Dem derzeitigen wirtschaftlichen Umfeld begegnet Spirit AeroSystems durch Investitionen in neue und zukunftsträchtige Geschäftsfelder. Dazu gehörten Akquisitionen von Unternehmen wie FMI in der Sparte Verteidigungstechnik zur Stärkung der Entwicklungskapazitäten von thermischen Schutzsystemen bei Hyperschallflügen.

Im Geschäftsfeld Aftermarket erneuerte das Unternehmen seine Zusammenarbeit mit der taiwanesischen Airline EVA. Das Programm sieht Reparaturen und die Bereitstellung von Ersatzteilen vor. Im September legte Spirit AeroSystems die Übernahme von Asco auf Eis. Die Übernahme einiger Vermögenswerte von Bombardier wurde nachverhandelt und am 30. Oktober zu einem Kaufpreis von 275 Millionen Dollar gegenüber dem ursprünglichen Preis von 500 Millionen Dollar abgeschlossen. Das Ergebnis brach im dritten Quartal auf -156 Millionen Dollar ein. Ein Jahr zuvor erwirtschaftete das Unternehmen noch 131 Millionen Dollar. Der Aktienkurs stürzte zwischenzeitlich um 75 Prozent ab. Seit Mai hat sich die Aktie wieder mehr als verdoppelt.


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