Finde nicht eine Nische. Schaffe eine.

by Finploris
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Es hört sich so einfach an und ist doch so schwer. Gewöhnlich wird angenommen, dass eine Nische wie ein Osterei ist, das ein Unternehmen findet, wenn es sich nur genug anstrengt. Doch die besten Ideen haben noch keinen Namen. Visionäre erschließen sie, indem sie die Gewässer der Ungewissheit durchqueren und den Horizont menschlichen Wissens erweitern und sich damit beschäftigen, wie sich die Welt zukünftig verändern wird.

Der Unterschied zwischen dem Finden einer Nische und dem Kreieren einer Nische spiegelt sich in dem Umstand wider, eine bestehende Nachfrage zu bedienen oder eine neue Nachfrage zu schaffen. In der Ökonomie denken wir meist an eine bestehende Nachfrage, für die Konsumenten Geld ausgeben. Unabhängig davon, wie viel von einem bestehenden Produkt hergestellt wird, bleibt die Absatzmenge konstant – sofern sich nicht grundsätzlich das Kaufverhalten der Konsumenten ändert. Doch im Kontrast dazu zeigt sich bei einer neu geschaffenen Nachfrage, dass eine Erhöhung der Angebotsmenge mit einer Erhöhung der Nachfrage einhergeht.

Als Nestlé am 03. Dezember 2020 in einer Mitteilung beschloss, 3,2 Milliarden Franken in den kommenden fünf Jahren zur Stärkung emissionsreduzierender Maßnahmen zu investieren, schuf es die Nachfrage nach einer Idee, für die sich Kunden zukünftig immer stärker interessieren. Nestlé definiert mit Investitionen von 1,2 Milliarden Franken in die regenerative Landwirtschaft ihre eigene Unternehmensidentität, anstatt eine Vorhandene anders zu formen. Mit diesem wegweisenden Schritt unterstützt Nestlé einerseits ein vielfältigeres Ökosystem und differenziert sich andererseits durch ein neues Angebot an pflanzlichen Lebensmitteln. Innerhalb dieser neuen Nische kann das Unternehmen seine Marktstellung neu ausrichten und stärken, ohne im Preiswettbewerb bestehen zu müssen. Denn Nestle schafft sich damit seine eigene Nische für ein langristiges Unternehmenswachstum.

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