Anlegerfehler Selbstüberschätzung

by Finploris
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Erfolg kann so trügerisch und kurzweilig sein. Hier ein Kursvervielfacher, da ein perfektes Timing und dort ein wenig Glück. Nach wenigen Erfolgen glaubt man schnell, den Markt verstanden zu haben und ein geborener Investor zu sein.

Allmachtsgefühle
Tatsächlich ist Selbstüberschätzung ein äußerst weitverbreiteter Fehler, der nur allzu menschlich ist. Pures Glück wird häufig als Können stilisiert und Fehler als unvermeidliches Schicksal angesehen. Das andere Titel höhere Kurszuwächse erzielten als die eigenen Lieblingsaktien wird dabei gerne vernachlässigt. Die Gefahr der Selbstüberschätzung besteht darin, dass Anleger unüberlegt und häufiger handeln. Der Blick auf übergeordnete Aktientrends geht verloren und vorschnelle Entscheidungen werden getroffen.

Selbstreflexion
Klare Handelsprinzipien in einem System wären ein erster Schritt, systematische Anlegerfehler zu reduzieren. Natürlich sollte das Sammeln und Auswerten unterschiedlicher Informationen in einem angemessenen Verhältnis zu seinen Kosten stehen. Hierzu könnten die erwarteten Risiken und potentiellen Erträge gegeneinander abgewogen werden und ein Chance-Risikoprofil herausgearbeitet werden. Schrittweise lässt sich auch das Anlageverhalten verbessern, indem der Kauf- und Verkauf von Papieren dokumentiert wird. Die eigenen Fehler lassen sich anschließend besser analysieren und nachvollziehen. Doch den größten Anreiz zur Veränderung zieht man aus Verlusten. Dieses Lehrgeld kann aber auch eine Investition in die Zukunft sein, wenn aus Fehlern gelernt wird.

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