Innenaufträge und Innenauftragsrechnung im Controlling

by Finploris
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In den vorangegangenen Artikeln bin ich auf Themen im MM und FI eingegangen. Um den Mengen- und Wertefluss in SAP besser zu verstehen, werde ich mit dem heutigen Beitrag zusätzliche Themen aus dem Modul Controlling aufgreifen. Beginnen werde ich mit der Bedeutung der Innenauftragsrechnung und dabei die Verwendung der Innenaufträge näher beschreiben.

Interner Kostenträger

Doch welchen Hauptzweck erfüllen Innenaufträge? Innenaufträge können insbesondere als Bestandteil des Gemeinkosten-Controlling genutzt werden. Damit ist es möglich die Kosten von einzelnen Maßnahmen im Unternehmen getrennt zu sammeln und entlang der Organisationseinheiten zu analysieren. Mit Hilfe der Abrechnungsfunktion lassen sich die gesammelten Auftragskosten auf die entsprechenden Kostenstellen verrechnen. Gegenüber einer direkten Buchung auf Kostenstellen ist es mit Innenaufträgen möglich, Maßnahmen einzelnen Innenaufträgen zuzurechnen und vergleichende Analysen zwischen Maßnahmen auswerten zu können. Zur Steuerung von Maßnahmen können Innenaufträgen Budgets zugeordnet werden, die in Kombination mit der integrierten Auftragsplanung zur Kostenkontrolle beitragen.

Abrechnungs- und Informationsfunktion

In Abhängigkeit der betriebswirtschaftlichen Zuordnung einer Maßnahme können Aufträge unterschiedlich abgerechnet werden. Aufträge lassen sich entweder an Kostenstellen abrechnen. Anschießend können die Kosten an das CO-PA umgelagert werden. Oder Aufträge können ohne zusätzliches Abrechnungsobjekt direkt an das CO-PA abgerechnet werden. Dies bietet sich insbesondere bei allgemeinen Maßnahmen an, die sich keiner konkreten Kostenstelle zurechnen lassen. Neben der Allokation von Kosten können Innenaufträge zum besseren Verständnis von Kostenstrukturen durch ein spezifischeres Controlling beitragen. Die hierzu geeigneten statistischen Aufträge stellen Kosten dar, die nicht gesondert in der Kostenstellenrechnung oder auf kostenführenden Sachkonten gebucht sind.