Anlagenklassen und deren Elemente in SAP

by Finploris
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In den vorherigen Beiträgen habe ich einige Grundlagen des FI Moduls in SAP S/4HANA beschrieben. Thematisch werde ich in diesem Artikel im Finanzbereich bleiben und ein weiteres Themengebiet vertiefen. Konkret geht es diesmal um die Anlagenbuchhaltung und die Funktion der Anlagenklassen.

Abgrenzung Anlagenklassen

Die Anlagenklassen dienen der Gliederung des Anlagevermögens über den Anlagenklassenkatalog. Zum Anlagevermögen gehören beispielsweise Gebäude, die Ausstattung darin oder Maschinen. Diese Elemente des Anlagevermögens stellen jeweils eigene Anlagenklassen dar, welche sich über ihre zwei Hauptbereiche, die Stammdaten und Bewertungsdaten definieren. Zur Sicherstellung eines einheitlichen Klassenkatalogs im Unternehmen, lassen sich Anlagenklassen mehreren Bewertungsplänen zuordnen. Die Benutzerführung wird erhöht, indem sich aus den Stammdaten und Abschreibungsparametern der Anlagenklassen Vorschlagswerte für jeden Bewertungsbereich einstellen lassen. Damit können für jeden Bewertungsbereich Bewertungseigenschaften einer Anlage entweder vorgeschlagen oder fest vorgegeben werden. Darüber hinaus umfassen Anlagenklassen Steuerungsdaten zur Konfiguration des Bildaufbaus, des Nummernkreisintervalls und der Kontenfindung.

Integration mit dem Anlagenstammsatz

Werden Anlagen unterschiedlichen Anlageklassen zugeordnet, so kann damit die Bilanzstruktur des Anlagevermögens gesteuert werden, indem Anlagen an verschiedenen Bilanzpositionen aufgeschlüsselt werden. Als Klassifizierungskriterium der Anlagenbuchhaltung können auch Anlagenklassen für geringwertige Wirtschaftsgüter, Anlagen im Bau, immaterielle Vermögensgegenstände oder geleaste Anlagen angelegt werden. Über die Steuerungsparameter und Vorschlagswerte können für jede Anlagenklasse die Abschreibungsrechnung und die Stammdaten konfiguriert werden.

Customizing Anlagenklassen

Die Definition der Anlagenklassen erfolgt auf Mandantenebene.