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Black Swan Risks bei Infrastrukturaktien

by Finploris
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Die Turbulenzen am Kapitalmarkt machen deutlich, wie wichtig Diversifikation im Portfolio ist. Gerade in Krisenzeiten outperformen Infrastrukturaktien den breiten Aktienmarkt. Vorausgesetzt, die Nachfrage ist unelastisch. Darunter versteht man, dass beispielsweise Haushalte weiterhin Strom und Wasser auch in Krisenzeiten nachfragen. Daher sind Beteiligungen an Infrastrukturunternehmen aufgrund des stabilen Cashflows besonders beliebt. Doch unterliegt dieser Sektor seinen eigenen spezifischen Risiken.

Dazu gehören variierende Risiken in Folge ökonomischer Zyklen und schwankender Preise. Typischerweise haben Infrastrukturunternehmen eine hohe Verschuldung bei einer gleichzeitig hohen Kapitalbindung im Anlagevermögen. Die Risiken können allerdings durch Ereignisse eines Schwarzen Schwans erheblich steigen. Ein Beispiel eines Schwarzen Schwans ist die massive Zerstörung durch Waldfeuer in Kalifornien im Jahr 2018. Unfreiwillig verursacht durch den Energieversorger PG&E, der anschließend Konkurs anmelden musste. Ein anderes Beispiel ist der Einsturz einer Brücke, betrieben von Atlantia, in Italien im selben Jahr.

Source: Bloomberg, Whitehelm

Das Eintreten beider Ereignisse zeigt beispielhaft, dass Investments in den Infrastruktursektor nicht vor schwerwiegenden Risiken wie Erdbeben, Waldfeuern oder Wirbelstürmen geschützt sind. Da Schwarze Schwäne unvorhersehbar sind, besteht eine Möglichkeit, Risiken zu entschärfen in der Gleichgewichtung der Aktien eines Infrastrukturportfolios. Selbst wenn ein höchst unwahrscheinliches Ereignis eintritt, wird es dann keinen übergroßen Wertverlust auf das Portfolio haben. In einem gleichgewichteten Portfolio haben großkapitalisierte Unternehmen keine übermäßige Gewichtung gegenüber kleinkapitalisierten Unternehmen. Im Falle unerwarteter Krisen und Katastrophen hat entsprechend ein starker Kursrückgang einer einzelnen Aktie keinen irreversiblen Wertverlust auf ein Portfolio. Diese einfache Portfoliostrategie, die Gleichgewichtung der Portfoliopositionen, reduziert bei Infrastrukturinvestments das Risiko erheblich.

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