DEN OF THIEVES

by Finploris
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Junk Bonds
Michael Milken untersuchte während seines MBA Studiums Hochzinsanleihen. Diese Anleihen, herausgegeben von Schuldnern mit geringer Bonität, zahlten hohe Zinsen. Doch aufgrund des höheren Ausfallrisikos waren nur wenige Investoren für diese Investments bereit. In seinen Forschungsergebnissen fand Milken heraus, dass Hochzinsanleihen trotz des höheren Risikos immer noch eine positive Rendite aufwiesen. Nach seinem Studium setzte er seine akademischen Untersuchungen beruflich um, indem er bei der Investmentbank Drexel das Geschäft für Hochzinsanleihen verantwortete.

Insiderhandel
In seinem Buch „Den of Thieves“ beschreibt der Pulitzer Preisträger James B. Stewart den Insiderskandal rund um Hochzinsanleihen und die damit zusammenhängend fremdfinanzierten Firmenübernahmen in den 1980er Jahren. Die Investmentbank Drexel erweiterte den sehr erfolgreichen Handel mit Hochzinsanleihen um Leveraged Buyouts. Doch das Wissen um Firmenübernahmen nutzten einige Investmentbanker wie Milken, um mittels Insiderwissen persönlich davon zu profitieren. Über ein Netzwerk aus Scheinkonten und verschachtelten Transaktionen von Optionen konnten sie schnell Geld für Insiderkäufe akquirieren und für sich nutzen.

SEC Untersuchung
Gegen Ivan Boesky, ein Investmentbanker für den Handelsbereich Arbitrage, wurde 1986 ein SEC Verfahren wegen Insiderhandels eingeleitet. Seine Aussagen belasteten Milken ebenfalls des Insiderhandels. Rudolph Giuliani, zu dieser Zeit Bezirksstaatsanwalt in New York, klagte hierauf Milken des Finanzbetrugs auf Grundlage des RICO Acts an. Interne Ermittlungen seitens der Investmentbank Drexel führten zu der Erkenntnis, dass Finanzinstrumente in einem der Geschäftsbereiche zum persönlichen Vorteil einiger Angestellter genutzt wurden. Die Ermittlungen der Finanzbehörde gegen die des Insiderhandels beschuldigten Investmentbanker waren langatmig und schwierig. Die erfolgreichsten Anwälte verteidigten sie. Der berufliche Ehrgeiz der Angeklagten ging über ihre sehr erfolgreichen Tätigkeiten weit hinaus und so wurden sie wegen ihrer illegalen Transaktionen verurteilt. Die Strafen reichten wie bei Milken von Geldbußen über den Entzug ihrer Händlerlizenzen bis hin zu Gefängnisstrafen hinaus.

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