COMMON STOCKS AS LONG TERM INVESTMENTS

by Finploris
0 comment

Das Geständnis
Edgar Lawrence Smith beginnt sein 1924 verfasstes Buch mit einem Geständnis. Er hatte vor, die folgenden theoretischen Überlegungen zu beweisen:

  • In Zeiten von Inflation und sinkender Kaufkraft erzielen Aktien höhere Renditen gegenüber Anleihen.
  • In Zeiten von Deflation und steigender Kaufkraft erzielen Anleihen höhere Renditen gegenüber Aktien.

Doch die Beweisführung konnte er nicht vollziehen und die vorherrschenden Annahmen konnten in seinen Studien nicht verifiziert werden. Stattdessen fand er heraus, dass ein diversifiziertes Portfolio an erstklassigen Industrieunternehmen langfristig hohe Renditen erwirtschaftet. Zur damaligen Zeit herrschte die Meinung vor, dass Aktien ein Spekulationsobjekt seien, da sie in der Regel nur kurzfristig gehalten werden. Anleihen hingegen wurden als Langfristanlage angesehen und galten dahingegen als konservatives Investment.

Die Unterschiede
Die wesentlichen Unterschiede sah Smith darin, dass Anleihebesitzer nicht an dem Wachstum der Wirtschaftsleistung eines Landes und somit der Anleihen emittierenden Unternehmen beteiligt seien. Die Gläubiger erhalten eine vorab vereinbarte Rückzahlung und fixe Zinszahlungen. Aktienbesitzer profitierten hingegen als Eigentümer der Aktiengesellschaften anteilig von der Ertragskraft der Unternehmen. Die Rendite der Aktienbesitzer setzt sich somit aus zwei Komponenten zusammen: Zum einen aus originärem Gewinnwachstum der Beteiligungen und zum anderen aus inflationsbedingtem Gewinnwachstum. Anleihebesitzer erhalten bei festen Zinszahlungen hingegen keinen Inflationsausgleich. Ihr Vermögen nimmt entsprechend bei steigenden Lebenshaltungskosten ab. Gegenüber Aktienbesitzern sind sie hingegen weniger von der temporären wirtschaftlichen Situation der Unternehmen abhängig.

Die Gemeinsamkeiten
Von der Ertragskraft eines Unternehmens mögen zwar Aktienbesitzer unmittelbar profitieren. Aber auch Anleihebesitzer ziehen mittelbar ihren Nutzer daraus. Indem Unternehmen Umsätze erwirtschaften, die abzüglich aller operativen und finanziellen Kosten Gewinne aufweisen. Zinszahlungen an Gläubiger gelten nach Meinung von Smith erst dann als nachhaltig sichergestellt, wenn für die Begleichung der anfänglichen Schulden keine neuen Schulden aufgenommen werden müssen. Entsprechend implizieren sichere Anleihen auch sichere Aktien. Während Anleihebesitzer festgelegte Zinsen regelmäßig erhalten, bekommen Aktionäre Dividenden. Diese können zwar unregelmäßig ausgezahlt werden, aber auch bei steigenden Unternehmensgewinnen erhöht werden.

Die Gesetzmäßigkeiten steigender Aktienkurse
Smith kommt zu der Erkenntnis, dass einbehaltene Gewinne den Unternehmenswert signifikant steigern können. Unternehmensgewinne können zum einen als Dividende ausgeschüttet und zum anderen im Unternehmen einbehalten werden. Derjenige Gewinnanteil, der im Unternehmen reinvestiert wird, verzinst sich mit der Kapitalrendite auf das eingesetzte Eigenkapital im Unternehmen. Aufgrund des Zinseszinses steigt somit der Unternehmensgewinn überproportional gegenüber dem absoluten Betrag an reinvestierten Gewinnen. Hieraus erklärt sich der langfristige und erfolgreiche Vermögensaufbau mit Aktien.

You may also like