Hermès, weltbekannt für seine Lederhandtaschen, trotzt der Krise. Das Geschäftsmodell ist dank edelster Produkte so stark, dass das Unternehmen kaum unter den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie leidet. Der Gesamtumsatz sank im ersten Quartal lediglich um 7.7 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. In Japan stieg sogar der Umsatz um 1 Prozent. In allen übrigen asiatischen Märkten reduzierte sich der Umsatz um 9 Prozent, in Amerika um 6 Prozent, in Frankreich um 9 Prozent und in allen anderen europäischen Märkten um 11 Prozent.

Zur Stärkung seiner Onlinepräsenz erneuerte Hermès seine Webseiten in Macau und Hongkong. Einige Produktlinien wie der Verkauf von Schmuck verzeichneten sogar ein Umsatzwachstum von 4 Prozent. Mit einer veranschlagten Dividende von 4,55 Euro je Aktie befindet sich die Auszahlungshöhe auf dem Vorjahresniveau. Den eigenen Aktienkursverfall nutzte Hermès, um Aktien im Wert von 12 Millionen Euro günstig zurückzukaufen.

Angesichts mehrheitlich geschlossener Geschäfte sind die veröffentlichten Zahlen Ausdruck eines finanzstarken Unternehmens. Die in Handarbeit hergestellten Produkte in Frankreich, das ausbalancierte Vertriebsnetzwerk und die lokale Kundenbasis stärken die Resilienz von Hermès gegenüber der aktuellen Krise. Letztes Jahr erzielte das Ausnahmeunternehmen eine operative Marge von 34 Prozent und eine Nettorendite von 22 Prozent.

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