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Die Wirtschaft leidet, die Börse steigt

by Finploris
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Die Welt entwickelt sich in zwei verschiedene Richtungen. Noch bestimmt die Pandemie die Schlagzeilen. Die Auswirkungen von Corona auf die Wirtschaft sind schmerzlich. Unternehmen kappen ihre Prognose. Gewinne brechen drastisch ein. Und wie entwickeln sich die Aktienmärkte? Sie steigen.

Doch kann sich die Erholungsrally von der konjunkturellen Entwicklung entkoppeln? Ein Vergleich der Kursverläufe des S&P 500 und des amerikanischen Bruttoinlandsprodukts (engl. GDP) kann Aufschluss geben. Von 1950 bis 1995 haben sich Wirtschaft und Aktien annähernd gleich entwickelt.

Seit 1995 weist der S&P 500 jedoch eine deutlich höhere Wachstumsrate im Vergleich zum GDP auf. Dadurch stieg auch das Risiko für Kursrücksetzer. Wie etwa in den Jahren 2002, 2009 und 2020. Doch wie kann die Outperformance des Aktienmarkts erklärt werden? Gründe hierfür können Rückkäufe eigener Aktien und gestiegene Kurs-Gewinn-Verhältnisse sein. Und zusätzlich die starke Outperformance von Technologieunternehmen in den letzten Jahren, die mit ihrer hohen Marktkapitalisierung die Kursentwicklung des S&P 500 stark prägten.

Die Rezessionssignale aus der Wirtschaft sind schwerwiegend und flächendeckend. Börsenturbulenzen können aufgrund negativer Ausblicke vieler Aktiengesellschaften noch längerfristig nachwirken. Und doch macht das langfristige Wirtschaftswachstum in der Vergangenheit Zuversicht, dass auch diese Krise überwunden wird. Langfristig, so zeigt sich (logarithmische Darstellung), nähern sich Aktienkurse und wirtschaftliche Gesamtentwicklung an. Wobei den Börsenkursen zugeschrieben wird, dass sie gerne mal eine positive Zukunft vorwegnehmen.

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